Weltweite Lieferung schmierfreier Bauteile ab 2 Tagen

Verschleißfeste Funktionsteile, Prototypen und Ersatzteile einfach konfiguriert und schnell geliefert: 120.000 additiv gefertigte Bauteile hat igus im letzten Jahr ausgeliefert. Grund genug für den motion plastics-Spezialisten aus Köln, die Kapazitäten weiter zu erhöhen und seinen 3D-Druck-Service mit neuen Funktionen wie der Wandstärken- und Hinterschneidungsanalyse auszustatten. So erhalten Kunden weltweit ihre schmierfreien und wartungsarmen Bauteile besonders einfach und schnell und können dadurch Kosten einsparen und das auch im Zwei-Komponenten-Druck mit mehreren Werkstoffen.

Schnell konfiguriert, bestellt und ab zwei Tagen weltweit geliefert. Der 3D-Druck-Service von igus wird durch neue SLS-Drucker in China und den USA sowie einer neuen Online-Version des Service-Tools weiter ausgebaut. (Bild: igus GmbH)

Schnell konfiguriert, bestellt und ab zwei Tagen weltweit geliefert. Der 3D-Druck-Service von igus wird durch neue SLS-Drucker in China und den USA sowie einer neuen Online-Version des Service-Tools weiter ausgebaut. (Bild: igus GmbH)

Bei weltweit agierenden Unternehmen mit Entwicklungsteams in verschiedenen Ländern treten häufiger logistische Herausforderungen bei der schnellen Beschaffung von identischen additiv gefertigten Teilen auf. Mit dem weltweit verfügbaren 3D-Druck-Service von igus können Konstrukteure über Grenzen hinweg die gleichen schmierfreien und wartungsarmen Teile bestellen, testen und einsetzen – ohne lange Lieferprozesse in Kauf nehmen zu müssen. Denn igus hat die 3D-Druck-Kapazitäten mit zwei zusätzlichen SLS-Druckern in den USA und einer weiteren Anlage in China weiter erhöht und liefert jetzt noch schneller Prototypen, Kleinserien und Sonderteile. Zwei weitere SLS-Drucker sind darüber hinaus für den Hauptstandort in Köln geplant. Die gedruckten Komponenten sind dadurch regional in nur wenigen Tagen geliefert. Die Kostenvorteile liegen dabei auf der Hand: Maschinenstillstände werden durch die schnelle Lieferung von Ersatzteilen reduziert, Entwicklungskosten durch schnellere Funktionsprototypen eingespart und Lieferkosten durch die lokale Produktion gesenkt.

Mehr Freiheit und Flexibilität im Design: Mit dem 2K-3D-Druck lassen sich verschiedene Materialeigenschaften einfach kombinieren. (Bild: igus GmbH)

Mehr Freiheit und Flexibilität im Design: Mit dem 2K-3D-Druck lassen sich verschiedene Materialeigenschaften einfach kombinieren. (Bild: igus GmbH)

3D-Druck-Service 2.0

Die Bestellung der Teile ist dank des 3D-Druck-Service denkbar einfach. Als erstes wird das 3D-Modell erstellt und im STEP/STP-Format exportiert. Anschließend werden die Daten per Drag and Drop ins Browserfenster gezogen. Im letzten Schritt kann der Anwender Stückzahl und Material wählen und direkt online bestellen oder anfragen. In der neuen Version des 3D-Druck-Service-Tools gibt es jetzt zudem die Möglichkeit, 3D-Modelle sofort online auf die Machbarkeit hin zu prüfen. Beispielsweise werden die minimale Wandstärke und die Größe hinsichtlich der Druckraum-Kapazität geprüft. Bei print2mold (Spritzgussteile aus additiv gefertigten Formen) weist das Tool bei der Prüfung zusätzlich auf Hinterschneidungen hin. Durch Eingabe individueller Umgebungsparameter zeigt der 3D-Druck-Service online das optimal passende iglidur-Material an. Gleitschleifen und das schwarze Einfärben von SLS-Teilen lassen sich nun ebenfalls per Mausklick auswählen. Preise und Lieferzeiten bekommt der Nutzer direkt angezeigt, sodass das Bauteil sofort bestellt oder angefragt werden kann.

Stereo statt Mono

Außerdem lassen sich Komponenten im 3D-Druck herstellen, bei denen gleichzeitig eine besondere Steifigkeit wie auch eine hohe Verschleißfestigkeit gefordert sind. Dadurch erhalten Unternehmen mehr Freiheit und Flexibilität im Design. Die Lösung ist der Zwei-Komponenten-Druck (2K). Im FDM-Verfahren lassen sich beispielsweise Tribo-Filamente mit kohlefaserverstärkten Filamenten kombinieren. Der Kunde erhält nicht nur ein besonders verschleißarmes, sondern auch ein äußerst belastbares Bauteil.

Aus geometrischer Sicht kaum Beschränkungen

„Wir haben unseren 3D-Druckservice jetzt um sogenannte Zwei-Komponenten-Drucker (2K) erweitert, die mit zwei unterschiedlichen Druckmaterialien arbeiten können und somit mehr Flexibilität in der Produktentwicklung ermöglichen. Es gibt aus geometrischer Sicht kaum Beschränkungen“, macht Tom Krause, Leiter Additive Fertigung bei igus, deutlich. Die 2K-3D-Drucker arbeiten mit dem FDM-Verfahren. „Die Materialien können sich umschließen, ineinander verschränken und schichtweise abwechseln.“ Ein Ausnahmefall ergibt sich lediglich, wenn sich die Schmelztemperaturen der Filamente stark unterscheiden und keine stoffliche Fusion möglich ist. Konstrukteure können in diesem Fall eine formschlüssige Verbindung herstellen – etwa einen Schwalbenschwanz, der zwei Bereiche, die aus unterschiedlichen Kunststoffen bestehen, miteinander verbindet.

Vielfalt durch Materialmix

Zum Filament-Portfolio zählen Schmier- und Hochleistungskunststoffe, unter anderem mit brandhemmenden, hygienischen, antistatischen Eigenschaften. Tom Krause: „Mit den 2K-Druckern haben wir die Möglichkeit, die Eigenschaften zweier Filamente in einem Bauteil zu kombinieren.“ Ein Beispiel für ein 2K-Bauteil ist ein Greiferelement für eine Maschine, die in der Lebensmittelindustrie Deckel verschraubt. Der Körper besteht aus einem iglidur-Filament, das Robustheit und Verschleißfestigkeit garantiert, die Flächen hingegen aus einem flexiblen Werkstoff, der für Rutschfestigkeit sorgt. „Der Anwender profitiert bei diesem 2K-Bauteil von einem Materialmix“, hebt Tom Krause hervor.

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