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Hersteller fokussieren sich auf die industrielle Anwendung

3D Systems zeigte mit ihrem Auftritt auf der CES 2016 vom 6. bis 9. Januar in Las Vegas auf eindrucksvolle Weise, dass sich die großen Hersteller von Anlagen und Geräten für die Additive Fertigung auf den industriellen Markt konzentrieren. Der österreichische Vertriebspartner Bibus Austria verdeutlichte dort zusammen mit 3D Systems, wie sich die Technologie immer mehr von der Prototypenherstellung zur Produktion von Teilen für den direkten Einsatz entwickelt. Autor: Georg Schöpf / x-technik

Der neue CubeJet Farbpulver-Drucker kann mit seinen kompakten Abmessungen auch als Desktopgerät in einer Büroumgebung eingesetzt werden. Die gekapselte Bauweise ermöglicht ein problemloses Handling des Baumaterials.

Der neue CubeJet Farbpulver-Drucker kann mit seinen kompakten Abmessungen auch als Desktopgerät in einer Büroumgebung eingesetzt werden. Die gekapselte Bauweise ermöglicht ein problemloses Handling des Baumaterials.

Ing. Mag. Bernd Tröster
Geschäftsführer Bibus Austria GmbH

„Mit den neuen Systemen setzt 3D Systems klare Akzente in Richtung industrielle Anwendung. Mit der Überarbeitung der bestehenden Anlagenmodelle und dem Bereitstellen neuer Maschinen für den industriegerechten Einsatz steht ein Portfolio zur Verfügung, das den Anforderungen unserer Kunden gerecht wird.

Gut zwei Jahre ist es her, dass in den Medien der 3D-Druck als weltverändernde Technologie proklamiert wurde. Gemeint war, dass diese Technologie für grundlegende Veränderungen hinsichtlich der Bereitstellung von Produkten und Ersatzteilen im privaten Umfeld sorgen würde. Jeder, der sich mit dem Thema auseinanderzusetzen begann, musste jedoch schnell feststellen, dass es eben nicht damit getan ist, ein 3D-Modell an den Drucker zu schicken, wie man das im 2D-Druck bereits seit langem gewohnt ist. Man muss zunächst einmal irgendwo einen geeigneten, fehlerfreien Datensatz herbekommen. Zudem benötigt es schon ein gerüttelt Maß an Know-how und technischem Verständnis, um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen.

Geschäftsführer Bernd Tröster (links) und Produktmanager Daniel Kopp stellen den neuen Mitarbeiter der Bibus Austria, zuständig für Mahnwesen und Reklamationen, vor.

Geschäftsführer Bernd Tröster (links) und Produktmanager Daniel Kopp stellen den neuen Mitarbeiter der Bibus Austria, zuständig für Mahnwesen und Reklamationen, vor.

Marktkonsolidierung Richtung Industrie

Dennoch schossen unzählige Hersteller von Kleingeräten wie die berühmten Pilze aus dem Boden. Viele von ihnen wurden im Anschluss von den großen Anbietern in der Branche übernommen und in deren Portfolio integriert. Mancher Vertriebspartner oder Systemintegrator sah das Thema jedoch schon damals wesentlich differenzierter. „Wir haben schon vor zwei Jahren den Fokus ganz klar auf die industrielle Anwendung Additiver Fertigung gelegt. Als Anbieter von Lösungen im Hochtechnologiesektor war uns schnell klar, dass die angebotenen Systeme im Grunde nichts für den Privatgebrauch sind“, begründet Bernd Christian Tröster, Geschäftsführer der Bibus Austria GmbH, deren damalige Herangehensweise. „Natürlich sind die günstigen Geräte für den technisch versierten Bastler eine willkommene Möglichkeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, aber für die breite Masse sind sie ungeeignet“, ergänzt Daniel Kopp, Produktmanager für 3D – Technologie bei Bibus.

Der industrielle Fokus ist mittlerweile auch bei den großen Systemanbietern klare Unternehmensstrategie geworden. Der amerikanische Anbieter 3D Systems hat auf der CES 2016 in Las Vegas (Consumer Electronics Show) die CUBE Consumer-Produkte angekündigt und gleichzeitig bestärkt, dass sich Entwicklung und Vertrieb auf Industrie, Medizin und professionelle Anwendungen konzentrieren werden.

Die neuen Werkstoffe VisiJet CE-BK und VisiJet CE-NT in Verbindung mit dem neuen ProJet MJP 5500X bringen bessere Performanz in Richtung Reißfestigkeit, Elastizität und Beständigkeit, wodurch die Herstellung real einsetzbarer Teile ermöglicht wird.

Die neuen Werkstoffe VisiJet CE-BK und VisiJet CE-NT in Verbindung mit dem neuen ProJet MJP 5500X bringen bessere Performanz in Richtung Reißfestigkeit, Elastizität und Beständigkeit, wodurch die Herstellung real einsetzbarer Teile ermöglicht wird.

Neue Maschinen für mehr Performanz

Um diesem Anspruch Rechnung zu tragen, wurde in der Entwicklung wesentlicher Wert auf jene Faktoren gelegt, die sich in den Anforderungen der Industrie widerspiegeln. Die neu überarbeitete Modellreihe des Unternehmens, die ProJet MJP 3600 Series (Anm.: Nachfolger der bewährten Serie 3500), verbindet zu diesem Zweck bewährte Technologie mit Verbesserungen in puncto Geschwindigkeit und Auflösung.

Ebenfalls neu wurde ein Prototyp der ProJet MJP 2500 präsentiert. Diese Maschine ergänzt die Serie 3600 für hochqualitative Kunststoff-Prototypen nach unten hin. Die brandneue CubeJet Farbpulver-Maschine wartet mit einigen Neuentwicklungen auf. So wurde eine im Handling einfachere Pulvertechnologie zum Einsatz gebracht und damit das System Desktop-tauglich. „Die neue 3600er Serie wird für den österreichischen Markt besonders interessant, löst sie doch die umsatzstärkste Serie, die 3500er, ab und bietet neue Funktionalitäten, die für Industrieunternehmen wichtig sind“, erklärt Tröster und ergänzt: „Die 2500er Serie als kleine Kunststoffmaschine wird für den Ausbildungsbereich, Schulen und kleine Design- und Konstruktionsfirmen besonders interessant. Der neue CubeJet Farbpulver-Drucker kann jetzt als Gerät für Kleinanwender und als Ausbildungsgerät eingesetzt werden.“

Neue Werkstoffkombinationen in hoher Auflösung

Aber auch der überarbeitete ProJet MJP 5500X bringt Innovationen, die sich an Anforderungen der Industrie orientieren. Das neue Multijet-Printing System bietet Multimaterialfunktionalität mit verbesserten Materialien für leistungsfähigere Elastomere, wie zum Beispiel VisiJet CE-BK und VisiJet CE-NT. Diese Materialien leisten 650 % Dehnfähigkeit, hervorragende Reißfestigkeitswerte und 100 % elastische Rückstellung. Auch dieses System bietet eine höhere Auflösung und verbesserte Baugeschwindigkeit. Bei einer maximalen Auflösung von 750 x 750 x 2000 dpi (Das entspricht einer Schichtstärke von nur 13 µm), einem Bauraum von 518 x 381 x 295 mm und leicht entfernbarem Wachsstützmaterial sind damit hochauflösende Teile mit sehr guten Oberflächeneigenschaften möglich.

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