Neue Maschinenkonzepte

GE Additive baut mit dem A.T.L.A.S. und dem Hustle-Projekt das Maschinenportfolio weiter aus. GE Additive hat die erste BETA-Maschine vorgestellt, die das Unternehmen im Rahmen seines A.T.L.A.S.-Entwicklungsprogramms hergestellt hat. Die Anlage der Meterklasse, die auf der Technologie des pulverbettbasierten Laserschmelzens beruht, wurde speziell entwickelt, um Herstellern großer Bauteile eine skalierbare Lösung an die Hand zu geben, die sich exakt an die jeweiligen branchenspezifischen Applikationsanforderungen anpassen lässt. Im Hustle-Projekt hingegen setzt der Konzern zusätzlich auf das Metall-Binderjetting und hat auch hier ein neues System vorgestellt.

GE Additive enthüllt die erste BETA-Maschine aus seinem Projekt A.T.L.A.S. (Bild: GE Additive)

GE Additive enthüllt die erste BETA-Maschine aus seinem Projekt A.T.L.A.S. (Bild: GE Additive)

Die wichtigsten Merkmale der A.T.L.A.S.-Maschine

• Bauraum: 1,1 x 1,1 x 0,3 m (x, y, z)
• Gantry-basierte Architektur
• Hochmoderner 1 kW-Laser
• 3D-Scanner
• Innovative Pulverdosierung
• Optimale Schutzgasführung über der Bauplatte
• Höchste Präzision
• Ausgereifte Überwachung des Prozesses und des Maschinenzustandes (dank Predix-Software, GEs cloudbasiertem OS)

Das Entwicklungsprojekt A.T.L.A.S. (Additive Technology Large Area System) ist ein unternehmensweites Innovationsprogramm von GE Additive, das die nächste Generation großer additiver Fertigungsanlagen hervorbringen soll. Die nun vorgestellte erste BETA-Maschine wurde in nur neun Monaten entwickelt und ergänzt das bestehende Produktportfolio des Unternehmens.

Die neue BETA-Maschine eignet sich perfekt für Industriezweige mit Bedarf an großen und komplexen Metallkomponenten. Dazu zählen etwa die Luftfahrtindustrie, die Automobilindustrie, die Raumfahrt sowie der Öl- und Gassektor. Sie ist das Ergebnis eines Zusammenspiels bereits existierender GE-Technologie und der Expertise von Concept Laser im Bereich der Herstellung pulverbettbasierter Laserschmelzanlagen. Die ersten BETA-Maschinen werden derzeit von einer ausgewählten Kundengruppe getestet. Weitere Geräte stehen ab 2018 zur Verfügung.

In Sachen Präzision und Geschwindigkeit übertrifft die Maschine das Niveau der derzeit erhältlichen Konkurrenzanlagen. Sie verfügt zudem über eine skalierbare Architektur, mit der sich die Z-Achse auf über einen Meter verlängern lässt.

„Innovationen und Technologien in nur neun Monaten zur Marktreife zu bringen, veranschaulicht exakt unsere Vorstellung, wenn wir von einer Beschleunigung der additiven Fertigungsbranche sprechen. Unser A.T.L.A.S.-Projekt ist eine von vielen Möglichkeiten, mit denen wir unseren Kunden dabei helfen, in diesem Wachstumssektor noch effizienter und flexibler zu werden“, sagt Frank Herzog, Gründer und Vorsitzender Geschäftsführer von Concept Laser. „Man sieht, was alles möglich ist, wenn wir die Stärken von Concept Laser und GE vereinen.”

Binderjetting Maschine Projekt: Hustle

Bereits Ende 2017 wurden erste Bilder des Prototypen einer neuen Binderjetting Maschine von GE Additive veröffentlicht. Die ersten Maschinen für den Verkauf sollen laut Herstellerangabe bereits Mitte 2018 lieferbar sein.

Die neue Binderjetting-Maschine wird verschiedene Materialien verarbeiten könne. Diese beinhalten rostfreien Stahl und zahlreiche Nickel und Eisenlegierungen. Ziel des Konzern ist es, mit dieser Maschine langfristig Gussanwendungen zu ersetzen und somit die Erstellung teurer Gussformen zu vermeiden. Bemerkenswert ist, dass diese Maschine in einem Zeitfenster von lediglich 47 Tagen entwickelt wurde, was zeigt, dass das Tempo auch im Breich der Maschinen-Neuentwicklungen massiv an Fahrt aufgenommen hat.

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