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AM-Branche blickt positiv in die Zukunft

Die Hersteller von industriellen 3D-Druckern und deren Zubehör sind von der Corona-Krise nicht nachhaltig gebremst worden. „Unsere neueste Mitgliederumfrage zeigt deutlich auf, dass die Firmen der Additive Manufacturing-Branche trotz der derzeit schwierigen konjunkturellen Situation positiv in die Zukunft blicken“, erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AG AM) im VDMA. In den kommenden 24 Monaten erwarten 78 % der befragten Firmen eine bessere Entwicklung des Binnenmarktes.

Die aktuelle Mitgliederbefragung der AG Additive Manufacturing des VDMA im Februar hat gegenüber der Befragung im September 2020 an Optimismus zugenommen.

Die aktuelle Mitgliederbefragung der AG Additive Manufacturing des VDMA im Februar hat gegenüber der Befragung im September 2020 an Optimismus zugenommen.

am.vdma.org

In der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing arbeiten rund 150 Unternehmen und Forschungsinstitute unter dem Dach des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zusammen. Anlagenbauer, Zulieferer von Komponenten und Materialien, industrielle Anwender aus dem Metall- und Kunststoffbereich, Dienstleister aus Software, Fertigung und Veredelung sowie Forscher verfolgen gemeinsam ein Ziel: Die Industrialisierung additiver Fertigungsverfahren. Offene Fragen werden gerne von Rainer Gebhardt, Projektleiter der AG AM im VDMA, Telefon +49 69-6603-1902, rainer.gebhardt@vdma.org, beantwortet.

An der Umfrage hatten im Februar – inmitten des coronabedingten Lockdowns – über 50 Mitglieder teilgenommen. Die Teilnehmer der Umfrage decken, wie die Arbeitsgemeinschaft selbst, die gesamte Prozesskette ab. Selbst die Kurzfrist-Prognose für die nächsten zwölf Monate fällt bei 53 % der Unternehmen positiv und bei 41 % zumindest gleichbleibend aus. Lediglich 6 % der Befragten befürchten eine negative Entwicklung. „Verglichen mit unserer letzten Mitgliederbefragung im September 2020 ist der Optimismus unter unseren Mitgliedern sogar gestiegen. Wir liegen auf einem Erwartungsniveau, das die Firmen zuletzt im Herbst 2019 angegeben haben. Mit einem solchen Ergebnis können wir sehr zufrieden sein“, erklärt Heering. Im September 2020 hatten 29 % der Mitglieder die Aussichten für die kommenden zwölf Monate positiv eingeschätzt. Die Mehrheit (53 %) schätzte die Lage damals als gleichbleibend ein.

AM-Branche kommt gut durch turbulente Zeiten

Der Großteil der Befragten (62 %) musste im vergangenen halben Jahr keine großen Umsatzeinbußen verzeichnen. 12 % der Teilnehmer konnten ihren Umsatz sogar um über 20 % steigern. Lediglich 10 % der Befragten beklagen einen Umsatzrückgang von mehr als 20 %. „Die schwache Konjunktur infolge der Corona-Pandemie macht selbstverständlich auch unseren Mitgliedern zu schaffen. Anlagenhersteller und Materiallieferanten sind besonders betroffen“, erläutert Heering.

Wachstumschancen basieren auf Exporterwartungen

Fast 50 % der Befragten erwarten in den nächsten zwölf Monaten steigende Exporte. Weitere 45 % gehen zumindest von einem gleichbleibenden Geschäft im Ausland aus. Die Exporterwartungen für die nächsten 24 Monate sind sogar deutlich höher: Fast 60 % gehen von wachsenden Ausfuhren aus. Lediglich 4 % der Befragten erwarten einen Exportrückgang. Als wichtigsten Exportmarkt geben die Befragten die EU (87 %) an. Für immerhin gut 40 % der Teilnehmer hat auch der amerikanische Markt Bedeutung. Damit sind die Exporterwartungen an die USA seit der letzten Umfrage nahezu gleichgeblieben (40 %).

Investitionspläne im Bereich AM gestiegen

Die Investitionserwartungen sind in den letzten zwölf Monaten wieder deutlich gewachsen. Knapp 50 % der Teilnehmer geben an, in den nächsten zwölf Monaten die Investitionen ihres Unternehmens im Bereich AM zu erhöhen. Bei immerhin 42 % sollen die Investitionen gleichbleiben. Dieser Wert wurde zuletzt im September 2019 leicht übertroffen: 56 % der Befragten gaben damals höhere Investitionspläne an. Bei der Umfrage im September 2020 wollten 35 % der Unternehmen die Investitionen steigern. „Unsere Mitglieder unterstreichen ihren Glauben an die junge Branche mit unternehmerischem Handeln“, resümiert Heering.

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