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Anwendungsorientierte Additive Fertigung gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere dort, wo Standardmaschinen an technische oder wirtschaftliche Grenzen stoßen. Die Liqtra GmbH verfolgt einen konsequent applikationsgetriebenen Ansatz und entwickelt maßgeschneiderte additive Fertigungssysteme für industrielle und verteidigungsnahe Anwendungen. Im Fokus stehen flexible Maschinenkonzepte, leistungsfähiger Granulatdruck sowie eine durchgängige Integration von Hardware und Software.
In industriellen Fertigungsumgebungen mit elektronischen Baugruppen oder explosionsgefährdeten Zonen ist kontrollierte Ableitung elektrostatischer Ladungen ein Muss. Für solche Anwendungen wurde speziell das Material F3 PA ESD entwickelt – ein polyamidbasiertes, ESD-fähiges Filament für das MEX-Verfahren. Entwickelt von Fiberthree kombiniert es mechanische Stabilität mit definierten ESD-Eigenschaften und adressiert damit typische Anforderungen an Werkzeuge, Trays, Halterungen und Montagehilfen.
Wie großformatige additive Fertigung in mobilen Einheiten die bedarfsgerechte Produktion an abgelegenen Einsatzorten ermöglicht und wie Operationen containerbasierten 3D-Druck von BigRep nutzen können, um Produktionsherausforderungen direkt im Feld zu lösen.
Wenn Zusammenarbeit zur strategischen Ressource wird: Auf dem Luftwaffenstützpunkt der spanischen Luftwaffe in Albacete wird Additive Fertigung nicht diskutiert, sondern angewendet und erprobt. In sicherheits- und verteidigungspolitischen Kontexten entwickelt sie sich zunehmend zu einem strategischen Faktor – überall dort, wo Verfügbarkeit, Resilienz, Reparaturfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit über Einsatzfähigkeit entscheiden. Genau an dieser Schnittstelle positioniert sich das AM-Village der European Defence Agency (EDA): als bewusst anders gedachtes Format, das den Arbeitscharakter über die Repräsentation stellt.
Hohe funktionale Anforderungen und wirtschaftlicher Produktionsdruck stellen Hersteller von Schalldämpfern vor neue Herausforderungen. Additive Fertigung im LPBF-Verfahren bietet hier neue Freiheitsgrade. Mit der Mprintpro von One Click Metal entstehen Schalldämpfer in Serienproduktion.
interview
Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat das Thema Defence in Europa wieder stark an Bedeutung gewonnen. Was lange verpönt war, ist wieder salonfähig und zahlreiche Unternehmen möchten sich einen Teil des Kuchens sichern, der durch die Bereitstellung staatlicher Mittel auf dem Tisch steht. Auch auf europäischer Ebene findet das Thema Additive Fertigung in der Verteidigung Berücksichtigung. Martin Huber, Projektoffizier Logistik und Additive Fertigung, ist dafür verantwortlich und ein Befürworter der Additiven Fertigung. Er sieht sich selbst als AM-Lover, mahnt aber auch gleichzeitig, das Thema sensibel zu behandeln und vor allem grundlegende Regeln im Umgang mit militärischen Beschaffungsstellen einzuhalten.
In ganz Europa werden schnelle Aufrüstung, Einsatzbereitschaft und die Fähigkeit zur Anpassung auf dem Schlachtfeld zu unverzichtbaren Realitäten: Die Additive Fertigung (AM) wird in der gesamten Verteidigungsindustrie eingesetzt und ermöglicht schnellere und widerstandsfähigere Ansätze zum Aufbau, zur Wartung und zur Anpassung militärischer Fähigkeiten. Von der Aufrechterhaltung älterer Plattformen bis hin zur schnellen UAV-Produktion an der taktischen Front, ist das einst experimentelle Werkzeug heute eine strategische Fähigkeit.
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Europa muss seine Einsatzfähigkeit schneller wiederherstellen, gleichzeitig Lieferketten widerstandsfähiger machen und kritische Infrastruktur schützen. Die Additive Fertigung verwandelt gesicherte Konstruktionsdaten in kürzester Zeit in zertifizierte Hardware, ermöglicht eine dezentrale Produktion nahe am Einsatzort und erschließt Leistungsgewinne durch konstruktive Optimierungen. Das Ergebnis ist eine höhere Einsatzbereitschaft und eine widerstandsfähigere europäische Verteidigungsindustrie.
Nikon SLM Solutions, ein Geschäftsbereich von Nikon Advanced Manufacturing und weltweit führend im laserbasierten Pulverbettschmelzen (LPBF) für metallbasierte Additive Fertigung, gab bekannt, dass die Division Newport News Shipbuilding (NNS) von HII (NYSE: HII) eine zweite NXG 600E in Auftrag gegeben hat. Damit stärkt HII seine fortschrittlichen Fertigungskapazitäten zur Unterstützung des US-Navy Schiffbaus und der Maritime Industrial Base (MIB).
UltiMaker, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich 3D-Druck für Verteidigung, Fertigung sowie Bildung, gibt heute die Einführung seiner neuen Secure Line von 3D-Druckprodukten bekannt, die für Verteidigungs- und Hochsicherheitsumgebungen entwickelt wurden. Führend bei der Markteinführung sind die UltiMaker S6 Secure und UltiMaker S8 Secure, zwei robuste Lösungen, die darauf ausgelegt sind, vertrauenswürdige und zuverlässige On-Demand-Produktionskapazitäten für Operationen zu Land, zu Wasser und in der Luft zu bieten.