Fronius vereint Additive Fertigung, Software und Automatisierung
Ob Ersatzteil, Prototyp oder komplexes Einzelstück: Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) gewinnt in der Industrie zunehmend an Bedeutung. Fronius vereint mit der neuen Additive Cell modernste CMT-Schweißtechnologie, intelligente Prozesssteuerung und anwenderfreundliche Software zu einem Gesamtsystem, das die Herstellung hochwertiger Metallbauteile einfacher, schneller und ressourcenschonender macht. Das Technologieunternehmen unterstreicht damit seine Expertise und Stellung als Gesamtlösungsanbieter im Bereich der Additiven Fertigung.
Die Fronius Additive Cell ist ein perfekt abgestimmtes Gesamtsystem für die Additive Fertigung.
Die Anforderungen an moderne Fertigungsprozesse steigen kontinuierlich. Kürzere Entwicklungszyklen, höchste Materialeffizienz sowie wirtschaftliche Herstellung komplexer Geometrien sind gefragter denn je. Von der Luft- und Raumfahrt über die Öl- und Gasindustrie bis hin zum Druckbehälterbau, Schienenfahrzeug- und Automobilsektor: Viele Branchen fordern maßgeschneiderte Einzellösungen und schnell verfügbare Ersatzteile. Genau hier spielt die Additive Fertigung ihre Stärken aus. Mit dem Metall-3D-Druck entstehen Bauteile quasi aus dem Nichts. Die Komponenten halten im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsverfahren wie Gießen, Zerspanen oder Fräsen den Material- und Kostenaufwand gering. „WAAM ermöglicht eine dezentrale, ortsunabhängige Fertigung ohne aufwändige Produktionsstraßen. Selbst komplexe Geometrien lassen sich in höchster Qualität aufbauen, ohne dabei wertvolles Material zu verlieren“, fasst Manuel Stinglmayr, Business Development bei Fronius International GmbH, zusammen.
Ausschlaggebend für eine Additive Fertigung mittels Directed Energy Deposition-Arc (DED-Arc) in der gewünschten Qualität ist ein stabiler Schweißprozess, der einen gleichmäßigen Lagenaufbau ermöglicht. Besonders geeignet ist dafür das CMT Additive PRO, das auf dem von Fronius entwickelten Cold Metal Transfer (CMT) Prozess basiert. Dieser vergleichsweise kühle Kurzlichtbogenprozess überzeugt mit seiner – im Vergleich zu anderen additiven Verfahren – hohen Abschmelzleistung bei geringer Wärmeeintragung. Die CMT Additive PRO-Kennlinien sind speziell an die Anforderungen der Additiven Fertigung angepasst. Features wie ein Abschmelzraten-Stabilisator, Pulsed HotStart, CTWD-Messung und eine Leistungskorrektur ermöglichen einen stabilen Prozess. „Die CMT Additive PRO Funktionen sorgen für einen gleichmäßigen und vor allem planbaren Lagenaufbau über das gesamte Bauteil hinweg. Der Ausschuss und der Aufwand für etwaige Nacharbeiten reduzieren sich dabei enorm“, hebt Manuel Stinglmayr hervor.
Die Additive Fertigung ermöglicht optimierte Bauteilgeometrien und reduziert den Ressourcenaufwand.
Flexibel zur individuellen Schweißlösung
Für viele Unternehmen ist die Additive Fertigung mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Im Vergleich zu klassischen Fertigungstechniken ist jedoch die Materialverschwendung deutlich geringer und es sind weder aufwendige Formen oder Werkzeuge noch lange Vorlaufzeiten nötig. Vor allem mit der neuen Fronius Additive Cell kann schnell mit dem Druck der ersten Bauteile gestartet werden. Die Fronius Additive Cell ist ein perfekt abgestimmtes Gesamtsystem, das von Fronius für die Anforderungen der Industrie entwickelt wurde. In der Schweißzelle sorgen das CMT Additive PRO in Kombination mit der Fronius iWave für einen präzisen Schweißvorgang. Die Systemsteuerung Polaris steuert alle Abläufe. „Die Additive Cell vereint bewährte Schweißtechnologie, intelligente Steuerung und langjähriges Fronius Schweiß-Know-how. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt und ergeben so einen stabilen Fertigungsprozess“, sagt Anna Dieplinger, Key Product Manager Additive Manufacturing, Automation & Digital Solutions bei Fronius International GmbH.
Die Fronius Additive Cell umfasst nicht nur die Hardware, sondern auch das eigens entwickelte Software-Bundle Vectris. Vectris vereint das Maschine Tool Service KIT (MTSK) und den Postprozessor in einer zentralen Plattform. In die Entwicklung sind viele Jahre Erfahrung und umfangreiches Wissen des Fronius Expertenteams geflossen. Das Ergebnis ist eine Software, die speziell auf die Additive Fertigung mit der Fronius Additive Cell abgestimmt ist. Neben einem integrierten Kinematikmodell, einem adaptierten User Inferface und geprüften Schweißoperationen für additive Prozesse ist auch eine geometriebasierte Erkennung unterschiedlicher Bauteilregionen enthalten. Diese ermöglicht eine flexible Prozessparametereingabe für zum Beispiel Außenwände, Füllungen oder Bauteilstöße. Dank des in den Postprozessor integrierten Schweißbefehls FroArc werden diese sogenannten Build Styles direkt in den Code für den Schweißroboter übersetzt und das System schaltet ohne Verzögerung genau an der gewünschten Stelle auf die richtigen Schweißparameter um. Das Gesamtsystem aus Stromquelle und Software von Fronius sorgt für einen einfachen, stabilen und prozesssicheren Schweißprozess.
Die Additive Fertigung ermöglicht optimierte Bauteilgeometrien und reduziert den Ressourcenaufwand.
360°-Service für die Additive Fertigung
Die Einsatzgebiete der Fronius Additive Cell und WAAM im generellen sind vielfältig. Sie reichen von Reverse Engineering über Optimierung bestehender Bauteile bis hin zur Neukonzeptionierung. Während Reverse Engineering vor allem bei Reparaturen, nicht mehr verfügbaren Originalteilen oder fehlenden CAD-Daten interessant ist, erlaubt eine Neukonstruktion optimierte Bauteilgeometrien. Beides trägt langfristig zu höherer Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Fertigung bei. Für diese und weitere Anforderungen bietet Fronius im Prototypen- und Fertigungszentrum ein umfassendes Leistungsangebot – von der ersten Beratung und Machbarkeitsprüfung über die Prozessentwicklung bis hin zur Produktion. Fronius entwickelt, testet und zertifiziert außerdem die optimalen Schweiß- und Druckparameter für die jeweiligen Zielmaterialien. Diese fertigen und validierten „Rezepte“ können direkt für die eigene Produktion lizenziert werden und ermöglichen einen sofortigen Produktionsstart. Im Sinne des umfassenden 360°-Serviceangebots übernimmt Fronius auf Wunsch auch das komplette Prozess-Engineering für additive Fertigungsprojekte. Unternehmen profitieren dabei von Expertenwissen, modernsten Entwicklungskapazitäten und freigeprüften Lösungen, ohne selbst ein Risiko eingehen zu müssen.
Technologiekompetenz als Erfolgsfaktor
Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Schweißtechnologie verfügt Fronius über eine einzigartige Basis für die Additive Fertigung im industriellen Bereich. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von CMT sowie umfassende Anwendungs- und Prozesskompetenz machen Fronius zu einem starken Partner für diverse Anwendungsgebiete der Additiven Fertigung.
Wer sich von der neue Fronius Additive Cell und vom 3D-Komplettangebot überzeugen möchte, hat von 17. bis 20. November 2026 bei der Fromnext in Frankfurt am Main, Stand B59, Halle 12, Gelegenheit dazu. Die Fronius Expertinnen und Experten präsentieren dort das Fronius Additive Produkt- und Dienstleistungsportfolio und stehen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.




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