EOS P3 Next: Roboterhände aus dem 3D-Drucker
Werkzeuge für die automatisierte Produktion mit 3D-Druck realisieren oder eine adaptive Fertigungslinie aufsetzen: EOS zeigt auf der Hannover Messe 2026 von 20. bis 24.04.2026, was im industriellen 3D-Druck möglich ist. Auch in der Defense Production Area, einem erstmals auf der Hannover Messe eingerichteten Ausstellungsformat, ist das Unternehmen mit verschiedenen Anwendungen vertreten.
Auf der Hannover Messe wird ein in 3D-Druck gefertigter Greifer für einen Roboterarm in Aktion zu sehen sein, der aufzeigt, welche Möglichkeiten in puncto Funktionsweise und Steuerung die Additive Fertigung in diesem Bereich bietet.
„EOS ist seit über 30 Jahren Vorreiter im 3D-Druck für Metalle und Polymere“, so Nikolai Zaepernick, CSO EOS. „Wir kombinieren Systeme, Materialien und digitale Prozesse zu genau der Lösung, die Kunden für eine zukunftsfähige Produktion brauchen – das zeigen wir auf der Hannover Messe in geballter Form.“
Der P3 Next von EOS ermöglicht im mittleren Volumenbereich eine individualisierte Serienproduktion.
Produktionswerkzeuge aus dem 3D-Drucker
Am eigenen Stand zeigt EOS in verschiedenen Applikationen, welche Vorteile mit industriellem 3D-Druck in der Fertigung von Produktionswerkzeugen realisierbar sind. So lassen sich die Kosten für Werkzeuge zur Formfaserproduktion um bis zu 50 Prozent reduzieren, wobei die Umsetzung nur wenige Wochen in Anspruch nimmt und selbst bei kleinen Losgrößen profitabel ist. Ein Beispiel für die Reduktion von Materialeinsatz ist die Fertigung von Vibrationswendelförderern, die im Maschinenbau beispielsweise Schüttgut wie Schrauben oder Muttern transportieren. Hier konnte EOS in einem Kundenprojekt sieben Prozent Material und 30 Prozent Kosten einsparen, gleichzeitig wurden die Vorlaufzeiten um über 90 Prozent verkürzt.
In Aktion zu sehen sein wird auf der Hannover Messe ein in 3D-Druck gefertigter Greifer für einen Roboterarm, der aufzeigt, welche Möglichkeiten in puncto Funktionsweise und Steuerung die Additive Fertigung in diesem Bereich bietet. Darüber hinaus sind eine Gewichtsreduktion von über 90 Prozent sowie CO₂-Einsparungen von über 90 Prozent realisierbar.
Adaptive Fertigung mit Siemens und EOS
Eine Produktion, die sich schnell verändernden Anforderungen anpasst – das ist die Idee des Konzepts Adaptive Manufacturing, das im Innovation Hub am Siemens-Stand gezeigt wird. Als Applikationsbeispiel dafür dient die Mittelsohle eines Sportschuhs, die bezüglich Sportler, Sportart und anderer Kriterien flexibel angepasst werden kann.
„Dank Industrieller Künstlicher Intelligenz zur Orchestrierung komplexer Workflows können wir den kompletten Prozess steuern und flexibilisieren“, so Karsten Heuser, Vice President of Additive Manufacturing bei Siemens Digital Industries. „Das Konzept umfasst alle Schritte vom KI-gestützten Design für den 3D-Druck bis zur KI gestützten Orchestrierung der gesamten Fertigung.“ Herzstück der adaptiven Fertigungslinie ist der industrielle 3D-Drucker P3 Next von EOS, der auf die Automatisierung von Siemens setzt. Dieser punktet vor allem mit Blick auf eine wiederholbar gute Qualität der gefertigten Produkte als auch durch eine hohe Verfügbarkeit von bis zu 90 Prozent. „Im mittleren Volumenbereich ermöglichen wir mit der EOS P3 Next eine individualisierte Serienproduktion”, sagt Davide Iacovelli, Regional-Direktor EMEA, EOS. „Am Siemens-Stand wird deutlich, welcher Mehrwert sich daraus für Kunden ergibt. Konkret bedeutet dies kürzere Entwicklungs- und Fertigungszyklen, mehr Flexibilität im Produktdesign und eine deutlich höhere Prozesssicherheit über die gesamte Produktionskette hinweg“.
Geballte Kompetenz in Kunststoff- und Metallanwendungen
Schnelle Entwicklungs- und Produktionsanläufe, flexible Anpassungen des Designs sowie eine bedarfsgerechte Produktion von Hochleistungsteilen: Diese Vorteile der Additiven Fertigung stärken die Einsatzbereitschaft, verlängern die Lebensdauer sicherheitskritischer Systeme und erhöhen die Resilienz von Lieferketten. Wie dies in der Praxis aussieht, zeigt EOS am Siemens-Stand in der Defense Production Area anhand verschiedener Applikationen. Unter anderem wird eine Hochgeschwindigkeitsdrohne von Quantum Systems gezeigt, für die komplexe Geometrien mittels Kunststoff-3D-Druck umgesetzt werden mussten.
EOS auf der Hannover Messe 2026: Halle 26, Stand G44
Produkt im Bericht
EOS P3 Next
Der industrielle 3D-Drucker EOS P3 Next ist eine Anlage für das pulverbettbasierte Lasersintern (SLS) von Kunststoffbauteilen. Er verarbeitet vor allem Polymerwerkstoffe wie PA12 und eignet sich für die Serienfertigung funktionsfähiger Bauteile. Die Maschine bietet einen großen Bauraum, hohe Prozessstabilität, reproduzierbare Bauteilqualität sowie eine integrierte Temperatur- und Prozessüberwachung für konstante Ergebnisse.



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