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Kunststoff meets Metall: gelungener Praxistag bei voxel4U
Am 25. Juni fand in den Räumen der voxel4U GmbH in Puch bei Salzburg unter dem Titel „Kunststoff meets Metall“ ein Praxistag zum Thema industrielle Additive Fertigung statt. Mit über 40 Teilnehmern aus mehr als 20 Unternehmen und einem spannenden Programm eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung, die die Kooperation von voxel4U und Fuchshofer Advanced Manufacturing unterstreicht.
Die anschaulichen Anwendungsbeispiele vermittelten deutlich, dass Additive Fertigung bei richtigem Einsatz einen klaren wirtschaftlichen Nutzen bringt.
Metall meets Kunststoff
2. Oktober 2025
Eibiswald (A)
www.fuchshofer.at
„Für uns steht immer die praktische Anwendung im Vordergrund. Es genügt nicht zu zeigen, was technisch möglich ist, sondern hervorzuheben, wie die Industrie einen wirklichen Nutzen aus der Additiven Fertigung ziehen kann“, machte voxel4U Geschäftsführer Robert Grünwald schon in der Einführung zum Anwenderforum bewusst. Die Teilnehmer wurden von spannenden Vorträge aus der Praxis erwartet, die auf eindrucksvolle Weise zeigten, dass die Additive Fertigung schon lange keine exotische Fertigungsdisziplin mehr ist.
An zwei Stationen des Rundganges wurden reale Anwendungsbeispiele gezeigt. 3D-Druck zum Anfassen!
„Unser Anspruch für das Anwenderforum war es, den Teilnehmern aufzuzeigen, wie man erfolgreich an ein AM-Projekt herangeht. Es geht ja nicht nur darum, ein Teil zu drucken, sondern bereits im Vorfeld zu wissen, wie man den größten Nutzen aus der Technologie ziehen kann. Dann kommt am Ende ein funktionierendes, wirtschaftlich sinnvolles Teil heraus.“
Anschauliche Anwendungsbeispiele
So war das Programm geprägt von Praxisbeispielen aus unterschiedlichen Branchen. Hannes Fuchshofer, Geschäftsführer der Fuchshofer Advanced Manufacturing FAM GmbH und Mitorganisator der Veranstaltung, beschrieb am Beispiel der Hephax Technik GmbH, wie durch den Einsatz von additiv gefertigten Kunststoffteilen mobile CNC-Drehmaschinen für die Überarbeitung von Walzen in der Ölsaatindustrie effizienter gemacht werden. Dr. Gerhard Panzl, der bei Fuchshofer den Metall-3D-Druck verantwortet, gab noch zusätzlich tiefe Einblicke, was im LPBF-Verfahren mittlerweile technisch umsetzbar ist, und bewies in seiner Präsentation sein tiefes Material- und Prozess-Know-how.
Fabian Schuster, HP-Anwendungstechniker Multijet Fusion, zeigte in seinem spannenden Vortrag auf, wo die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen additiver Fertigungstechnologien liegen und welche grundlegenden Überlegungen Entwickler anstellen müssen, um den größten Nutzen aus dem 3D-Druck ziehen zu können. Es wurde dabei deutlich, dass man die Konstruktionsrichtlinien des jeweils eingesetzten Verfahrens genau kennen muss, um robuste und genaue Teile zu bekommen, aber auch wissen muss, wie die Komponenten nachbearbeitet werden. Ebenso gilt es zu wissen, wie ein Teil zu konstruieren ist, sodass es sich mit der MJF-Technologie gut fertigen lässt, welche Orientierung im Bauraum zum besten Ergebnis führt und wie man den Baujob am besten organisiert, damit man in möglichst kurzer Zeit den bestmöglichen Output aus der Maschine bekommt, ohne Qualität einzubüßen.
Auch Markus Grünwald, Technischer Leiter bei der Wieser Automation-Maschinenbau GmbH, demonstrierte anhand einiger mitgebrachter Beispiele, wie mithilfe Additiver Fertigung bei deren Sondermaschinenbau bessere Lösungen erzielt und auch in der Fertigung durch die schnelle Bereitstellung von Vorrichtungen und Hilfsmittel enorm Zeit eingespart werden konnte. Mittlerweile hat man bei Wieser Automation schon mehr als 500 verschiedene gedruckte Teile zum Einsatz gebracht.
Details im Praxisteil
Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten die Teilnehmer dann verteilt auf vier Stationen noch tiefere Einblicke in die Möglichkeiten der Additiven Fertigung bekommen. An zwei Ständen wurden einerseits Kunststoff- und andererseits Metallkomponenten aus unterschiedlichsten Anwendungsgebieten und Branchen gezeigt. Dabei war es erlaubt, die Teile genau zu inspizieren und die Betreuer an diesen Stationen erklärten detailliert, worauf es bei den jeweiligen Teilen ankommt. An der dritten Station wurde demonstriert, wie man bei voxel4U mittels 3D-Scannen und entsprechender Softwareunterstützung Reverse Engineering betreibt, wodurch es möglich ist, Teile zu reproduzieren, für die keine Zeichnungen oder digitale 3D-Modelle vorliegen. Die vierte Station war schließlich die Fertigung von voxel4U, in der man die gesamte Prozesskette bis zum fertig verpackten Teil nachvollziehen konnte. Modern ausgestattet und auf die unterschiedlichsten Kundenanforderungen zugeschnitten erlebten die Teilnehmer live, wie moderne Additive Fertigung heute aussehen muss.
Bei dieser Kooperationsveranstaltung „Kunststoff meets Metall“ zwischen voxel4U und Fuchshofer Advanced Manufacturing lag der Fokus naturgemäß auf dem Kunststoff, dem Tätigkeitsschwerpunkt von voxel4U. So wird der Fokus der Folgeveranstaltung „Metall meets Kunststoff“, die am 2. Oktober 2025 bei Fuchshofer in Eibiswald stattfinden wird, dann bei Metallanwendungen liegen. Man darf gespannt sein.




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