ESD-konforme Additive Fertigung für sicherheitskritische Fertigungsprozesse

In industriellen Fertigungsumgebungen mit elektronischen Baugruppen oder explosionsgefährdeten Zonen ist kontrollierte Ableitung elektrostatischer Ladungen ein Muss. Für solche Anwendungen wurde speziell das Material F3 PA ESD entwickelt – ein polyamidbasiertes, ESD-fähiges Filament für das MEX-Verfahren. Entwickelt von Fiberthree kombiniert es mechanische Stabilität mit definierten ESD-Eigenschaften und adressiert damit typische Anforderungen an Werkzeuge, Trays, Halterungen und Montagehilfen.

Abfülleinrichtungen für Munition aus ESD-Materialien profitieren von reduzierter Aufladung an Kontaktflächen und daraus resultierendem EX-Schutz.

Abfülleinrichtungen für Munition aus ESD-Materialien profitieren von reduzierter Aufladung an Kontaktflächen und daraus resultierendem EX-Schutz.

Der Vorteil additiv gefertigter ESD-Bauteile liegt in der schnellen Verfügbarkeit kundenspezifischer Geometrien. Hilfseinrichtungen lassen sich exakt an Prozesse anpassen, kurzfristig iterieren und bei Bedarf in Kleinserien herstellen – ohne klassische Werkzeugkosten.

Bei Platinentrays verhindern ESD-Materialien die elektrostatische Aufladung und schützen so empfindliche Elektronik.

Bei Platinentrays verhindern ESD-Materialien die elektrostatische Aufladung und schützen so empfindliche Elektronik.

ESD-Fähigkeiten verhindern Schäden durch elektrostatische Entladungen an Elektronik und in Ex-Bereichen. IEC 61340-5-1 definiert dafür Grenzwerte für Oberflächenwiderstände: dissipativ ca. 10⁵ bis 10¹¹ Ω und leitfähig <105 Ω zur kontrollierten Ableitung.

Messungen durch einen Kunden aus der deutschen Wehrtechnik bestätigen die ausgeprägten ESD-Eigenschaften vom F3 PA ESD: Der Oberflächenwiderstand liegt je nach Orientierung und Messmethode zwischen 25 kΩ und 200 kΩ, der Durchgangswiderstand bei rund 45 kΩ. Die Aufladbarkeit durch Reibung mit einem Tuch wurde auf der Oberseite mit etwa 100 V/m gemessen. Damit erhielt das Material die Freigabe für ESD-kritische Anwendungen bis in den Ex-Bereich.

Ein konkretes Einsatzbeispiel zeigt die Munitionsabfüllung: Hier kommen additiv gefertigte Hilfseinrichtungen aus F3 PA ESD zum Einsatz, um Bauteile zu positionieren, Medien zuzuführen und Arbeitsabläufe zu stabilisieren. Die ESD-fähigen Werkzeuge reduzieren Aufladung an Kontaktflächen und tragen zu einem kontrollierten Prozess bei. Parallel ermöglicht der 3D-Druck eine kompakte, ergonomische Auslegung der Vorrichtungen – angepasst an unterschiedliche Patronenformate wie 12/76, etwa für den Einsatz zur UAV-Abwehr.

Fiberthree entwickelt und vertreibt technische 3D-Druckmaterialien für MEX-Verfahren. Der Schwerpunkt liegt auf funktionalen Hochleistungsfilamenten wie PA, PC oder PP sowie auf anwendungsnaher Unterstützung von Kunden bei der Umsetzung additiver Fertigungslösungen, von der Konstruktion zur Lohnfertigung.

Filtern

Suchbegriff

Unterkategorie

Firmen

Inhaltstyp

Firmentyp

Land