Liqtra liefert maßgeschneiderte additive Systeme für Industrie und Defense

Anwendungsorientierte Additive Fertigung gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere dort, wo Standardmaschinen an technische oder wirtschaftliche Grenzen stoßen. Die Liqtra GmbH verfolgt einen konsequent applikationsgetriebenen Ansatz und entwickelt maßgeschneiderte additive Fertigungssysteme für industrielle und verteidigungsnahe Anwendungen. Im Fokus stehen flexible Maschinenkonzepte, leistungsfähiger Granulatdruck sowie eine durchgängige Integration von Hardware und Software.

Der Granulat-Druckkopf VPX-1 ist die zentrale Standardkomponente, um die Liqtra ihre Customized Solutions der granulatbasierten PX-Series-Systeme baut.

Der Granulat-Druckkopf VPX-1 ist die zentrale Standardkomponente, um die Liqtra ihre Customized Solutions der granulatbasierten PX-Series-Systeme baut.

In der industriellen Additiven Fertigung steigt der Bedarf an Lösungen, die sich nicht an einem starren Maschinenkonzept orientieren, sondern gezielt an der jeweiligen Anwendung. Die Liqtra GmbH aus Hamburg hat sich genau auf diesen Ansatz spezialisiert. Zwar bietet das Unternehmen auch eigene Standardprodukte im Bereich des Filament- und Granulatdrucks an, der technologische Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig auf kundenspezifischen Systemen. Ausgangspunkt jeder Entwicklung ist die konkrete Anforderung der Anwendung, aus der sich Maschinenarchitektur, Bauraumdimensionen und Kinematik ableiten.

Ob als Portallösung oder Roboterzelle: Im Vordergrund steht das Anforderungsprofil der Anwendung, speziell bei den granulatbasierten Lösungen.

Ob als Portallösung oder Roboterzelle: Im Vordergrund steht das Anforderungsprofil der Anwendung, speziell bei den granulatbasierten Lösungen.

Customized Solutions als zentrales Differenzierungsmerkmal

Durch die Ergänzung von standardisierten Modulen mit variablen Komponenten ermöglicht die Liqtra Flexibilität in der Entwicklung kundenspezifischer 3D-Drucker. Während Druckkopf und Software als bewährte Basis eingesetzt werden, lassen sich die mechanische Auslegung und die Kinematik der Maschinen flexibel anpassen. Auf diese Weise entstehen additive Fertigungssysteme, die exakt auf Material, Bauteilgeometrie und Durchsatzanforderungen zugeschnitten sind. Dieser Ansatz ermöglicht es, Additive Fertigung wirtschaftlich dort einzusetzen, wo konventionelle Standardmaschinen an ihre Grenzen stoßen.

Granulatdruck als Schlüsseltechnologie für industrielle Anwendungen

„Technologisch liegt unser Schwerpunkt im Granulat-basierten 3D-Druck. Die Verarbeitung von Granulaten erlaubt hohe Materialdurchsätze bei gleichzeitig reduzierten Materialkosten. Darüber hinaus können technische und faserverstärkte Kunststoffe eingesetzt werden, die für funktionale und strukturelle Bauteile erforderlich sind“, erklärt Dr.-Ing. Tristan Hocke, Geschäftsführer der Liqtra GmbH. Das Unternehmen kombiniert den Granulatdruck mit eigens entwickelten Druckkopftechnologien, die eine präzise und dynamische Materialextrusion ermöglichen und so eine hohe Bauteilqualität auch bei hohen Austragsraten sicherstellen.

Unterstützung bei der perfekten Auslegung des Systems gewährleistet eine maßgeschneiderte Anlage für das jeweilige Anwendungsszenario.

Unterstützung bei der perfekten Auslegung des Systems gewährleistet eine maßgeschneiderte Anlage für das jeweilige Anwendungsszenario.

Software und Prozesskontrolle als integraler Bestandteil

Ergänzt wird die Hardware durch eine Softwareplattform, die Prozessplanung, Maschinensteuerung und Datenmanagement vereint. Proprietäre Algorithmen und KI-gestützte Funktionen optimieren Prozessparameter und Bauteilorientierung automatisiert. Neben der standardmäßigen webbasierten Lösung gibt es aber auch eine servergestützte Variante, mit der Liqtra gezielt Anforderungen regulierter Industrien und sicherheitskritischer Anwendungen adressiert. Ein wesentliches Merkmal ist dabei die Auslegung auf Datensouveränität, da in dieser Variante sämtliche Prozessdaten lokal verarbeitet werden können.

Systeme der FX-Serie basieren auf Filamentdruck mit patentierter Multidüsentechnologie.

Systeme der FX-Serie basieren auf Filamentdruck mit patentierter Multidüsentechnologie.

Potenziale für Defence und sicherheitsrelevante Anwendungen

„Die Kombination aus maßgeschneiderten Maschinenkonzepten, leistungsfähigem Granulatdruck und datensicherer Software macht unsere Systeme besonders relevant für verteidigungsnahe Anwendungen“, bemerkt Hocke. Auf dem AM-Village der European Defence Agency präsentiert sich das Unternehmen als Technologiepartner für dezentrale und robuste Fertigungskonzepte. Die Möglichkeit zur lokalen Herstellung von Ersatz- und Funktionsteilen trägt dazu bei, logistische Abhängigkeiten zu reduzieren und Reaktionszeiten im Einsatz zu verkürzen.

Die patentierte Multidüsentechnologie ermöglicht die Verarbeitung von mehreren Filamenten für hohe Produktivität und Multi-Material-Anwendungen.

Die patentierte Multidüsentechnologie ermöglicht die Verarbeitung von mehreren Filamenten für hohe Produktivität und Multi-Material-Anwendungen.

Industrienahe Entwicklung mit Blick auf Skalierbarkeit

Die technologischen Grundlagen von Liqtra sind bereits in industriellen Anwendungen der Automobil- und Medizintechnik erprobt. Diese Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung für Defence-Anwendungen ein, bei denen Zuverlässigkeit, Prozessstabilität und Skalierbarkeit eine zentrale Rolle spielen. Damit positioniert sich Liqtra als Anbieter industrietauglicher additiver Fertigungssysteme mit klarer Ausrichtung auf anspruchsvolle Einsatzfelder.

Mit seinem konsequent anwendungsorientierten Ansatz entwickelt Liqtra additive Fertigungssysteme, die über klassische Standardlösungen hinausgehen. Der Fokus auf Granulatdruck, flexible Maschinenkinematik und integrierte Software schafft die Grundlage für wirtschaftliche, robuste und dezentrale Produktionskonzepte. Insbesondere für industrielle und verteidigungsnahe Anwendungen eröffnet dieser Ansatz neue Perspektiven für den Einsatz der Additiven Fertigung.

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